Konzept zur Einführung eines interkommunalen Flächenmanagements

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert. Nähere Informationen zu IWB/EFRE finden Sie auf www.efre.gv.at.

Auf Basis des bestehenden HIZ-Geschäftsmodells soll ein Modell für die Entwicklung eines interkommunalen Flächenmanagements in der Region Murtal entwickelt werden, das auch auf andere Regionen übertragbar ist.

Dazu sind im Wesentlichen Erhebungen und Zusammenführungen aus drei Teilprojekten - Marketing, Städtebauliches Konzept und Finanzierung & Förderung – erforderlich. Im Zuge einer umfangreichen Analysephase werden für alle drei Bereiche externe Analysen zu den unterschiedlichsten Themenbereichen erstellt. Bei den internen Analysen wird das Augenmerk auch speziell auf die vorhandenen Strukturen am Standort zur Ableitung von endogenen Wachstumsmöglichkeiten gelegt. Beispielsweise konnte die Fa. Pabst durch die Entscheidung der Ansiedelung am Holzinnovationszentrum die Humanressourcen mittlerweile verdreifachen, dies auch aufgrund der Investitionen in die Weiterverarbeitung von Holz-Produkten (wie Brettschichtholz und Pellets). Im Projekt wird vor allem in der Analysephase darauf fokussiert, entlang der Wertschöpfungskette Holz aber auch Holzwerk- und -verbundstoffe neue Möglichkeiten zu identifizieren. Dies kann in den Bereichen der Materialkombinationen, der Be- und Verarbeitungstechnologien aber auch in Form von neuen Forschungskooperationen und partnerschaften erfolgen. Damit einhergehend entsteht Humankapital durch diese Kooperationen. Mittels dieser und ähnlicher Betrachtungen können vorhandene Potenziale zu Wachstumsimpulsen erhoben und damit in einer etwaigen Umsetzungsphase auch berücksichtigt bzw. das gewünschte Wachstum für die Region Murtal generiert werden.

Basierend auf den Analyseergebnissen werden die Zielgruppen, Zielbranchen und Strategien für die weitere Umsetzung definiert. Diese Erkenntnisse fließen dann in eine Maßnahmenplanung ein, wobei die geeignetsten Maßnahmen dann mit einem Kosten- und Zeitplan hinsichtlich Umsetzung bewertet werden. Diese Maßnahmen werden anschließend noch einer Wirtschaftlichkeits- und Machbarkeitsbetrachtung unterzogen und entsprechende Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Nach Zusammenführung aller Ergebnisse liegt das Gesamtkonzept für die Umsetzung eines interkommunalen Flächenmanagements für Betriebsansiedelungen in der Region Murtal vor, das im Zuge der Umsetzung Wachstumsimpulse für Beschäftigungsoptionen bringen soll.

Ausgangssituation

Vor über 15 Jahren haben sich zehn Gemeinden, das Land Steiermark, Raiffeisenbanken und regionale Unternehmen zusammengeschlossen, um gemeinsam eine Industriefläche speziell für Holzbetriebe aufzubereiten. Das somit im Jahr 2001 gegründete Holzinnovationszentrum „HIZ“ hat es sich zur Aufgabe gemacht auf den fast 40 ha Betriebsflächen Unternehmen – vor allem der Wertschöpfungskette Holz – anzusiedeln. Heute sind die Flächen im Holzinnovationszentrum – bis auf ca. 8.650 m² – alle vermietet, 13 Firmen angesiedelt und rund 270 Personen finden hier eine Beschäftigung. Und die – durch die Gemeindefusionierung – mittlerweile vier HIZ-Gemeinden profitieren aufgrund ihrer Beteiligungsanteile vom interkommunalen Finanzausgleich.

Um dieses Erfolgsmodell der Gemeindekooperation weiterzuführen bzw. weiterauszubauen gibt es seit geraumer Zeit Bestrebungen zur Umsetzung einer HIZ Phase II. Entsprechende Erweiterungsflächen im Gesamtausmaß von nochmals ca. 40 ha wurden auf den Grundflächen des Gemeindegebiets Weißkirchen sichergestellt, umgewidmet und sind auch im aktuellen Regionalen Entwicklungsprogramm des Landes Steiermark verankert.

Nachdem sich in den letzten Jahren allerdings die wesentlichen Rahmenbedingungen zur Betriebsansiedelung hinsichtlich Finanzierungen, Fördermöglichkeiten, Bebauungsthematiken, rechtliche Bedingungen und dgl. maßgeblich verändert haben, ist es erforderlich, neue Ansätze und Modelle zur Betriebsansiedelung im HIZ zu generieren.

Projektziel

Ziel dieses Projektes ist es, die im Rahmen der HIZ-Gründung entstandene Gemeindekooperation zur Bereitstellung von Betriebsflächen weiter auszubauen. Dies soll einerseits durch die Erweiterung der bestehenden HIZ-Partnergemeindestruktur auf eventuelle weitere Gemeinden in der Region Murtal erfolgen und andererseits durch die Weiterentwicklung der standortbezogenen Betriebsansiedelung zu einem interkommunalen Flächenmanagement.

Planungsgebiet (betroffene Gemeinden)

Das Planungsgebiet des Projektes ist Teil der Regionalmanagementregion „Obersteiermark West“, die sich über die politischen Bezirke Murtal und Murau erstreckt. Im Speziellen betrifft dieses die HIZ-Gemeinden: Stadtgemeinde Judenburg, Stadtgemeinde Zeltweg, Marktgemeinde Obdach und Marktgemeinde Weißkirchen. Im Rahmen der Projektumsetzung ist eine Einbindung und eventuelle Ausweitung auf weitere Gemeinden wie z. B. Gemeinde Fohnsdorf, Stadtgemeinde Spielberg, etc. geplant.