LEADER-Projekt Wood Robotics

Robotik, Digitalisierung und Industrie 4.0 sind Schlagwörter, die zurzeit in urbanen Bereichen und insbesondere in den Produktionen der Automobil- und Elektronikindustrie sehr stark den Alltag prägen. 

Gerade im ländlichen Raum der innovationsRegion Murtal gibt es noch sehr viele handwerklich geprägte Betriebe – insbesondere in der Holzwirtschaft, in der noch hohes ungenutztes Potenzial liegt. Zusätzlich verschärfend für die Branche – aber auch die gesamte Region – ist der Fachkräftemangel und die demografische Prognosen, die gerade im oberen Murtal bis hin zum Bezirk Murau eine schwierige und herausfordernde Zukunftsentwicklung erwarten lässt.

Um nun für die regionalen Betriebe in und um die Holzwirtschaft speziell, aber auch interessierten Mitarbeitern, Schülern, Studenten oder auch Betrieben anderer Branchen Entwicklungsperspektiven und neues Wissen zu vermitteln, soll hier ganz gezielt ein gebündeltes Maßnahmenpaket über das Engineering Center Wood (ECW) des Holzinnovationszentrums entwickelt und angeboten werden.

Die Maßnahmenpakete sind umfassend und reichen von kooperativer Grundlagen- und angewandter Forschung mit wissenschaftlichen Kooperationspartnern bis hin zu Qualifizierungs- bzw. Veranstaltungsangeboten für Menschen, Produktentwicklung und Anlagenengineering.

 

 

Ausgangssituation:

 

Überlegungen und Aktivitäten:

Die Digitalisierung und Robotik wird in den Köpfen vieler Menschen lediglich als Maßnahme für die Großindustrie und vielfach auch vorwiegend als Thema im urbanen Bereich gesehen. Hier besteht jedoch enormes Potenzial, das gerade auch im ruralen Bereich rechtzeitig aufgegriffen werden soll.

Zudem hat sich das ECW bis dato hauptsächlich um Prototypenfertigungen gekümmert. Hier hat sich jedoch in den letzten Jahren gezeigt, dass dies alleine nicht ausreichend ist, um wirklich große Veränderungen herbeizuführen. Deswegen soll hier ein Gesamtmaßnahmenpaket geschnürt werden.

 

Probleme, die mit dem Projekt gelöst/verändert werden:

Dieses Projekt soll dem Fachkräftemangel in der Region bzw. der Abwanderung durch gezielte Verbesserungen in den handwerklichen Betrieben und die Schaffung attraktiver Arbeitsplätze entgegenwirken. Zudem sollen entsprechende Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in der Region mit hohem Innovationsgrad und Technologieoptimierung etabliert werden.

 

Beschreibung des Projektumfeldes:

Für die Holzbranche und die handwerklich geprägte Region – mit Ausnahme der industriellen Leitbetriebe – entstehen durch die Digitalisierung und Robotik wesentliche Zukunftsperspektiven. Allerdings gibt es noch große Hemmschwellen bzw. noch wenig Perspektiven, wie diese Instrumente vorteilhaft genützt und umgesetzt werden können. Durch die in diesem Projekt geplanten Maßnahmen können Unternehmer geschult und auch in die Lage versetzt werden, neuartige Produktions- und Prozesssteuerungsmethoden anzuwenden. Über die Qualifizierung sollen zudem bestehende bzw. potenzielle Mitarbeiter geschult werden, die dann im Stande sind, diese attraktiven Arbeitsplätze in den bestehenden oder auch neuen Betrieben zu besetzen.

 

 

Zielgruppe:

 

Nutzer des Projektes:

  • Unternehmer, Geschäftsführer, Führungskräfte, Mitarbeiter von bestehenden Unternehmen in der Region quer über alle Branchen und im Holzbereich bzw. langfristig aus der DACH–Region
  • Arbeitssuchende, Künstler, Designer, Entwickler
  • Studenten, Schüler

 

Interesse:

In dieser Form wird das ganzheitliche Konzept im ländlichen Raum bis dato nicht angeboten. Dadurch ergeben sich kurze Wege zu Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen und letztlich auch zum Arbeitsplatz. Außerdem wird aufgrund dieser gebündelten Maßnahmen eine Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben in der Region – möglicherweise auch Gründung von Start-Ups, Spin-Offs, etc. – erzielt.

 

Mit Unterstützung von BundLand und Europäischer Union